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Hubert Spoerri
Hubert Spörri
Hubert Spörri, geb. am 26. Januar 1943, hat sein musikalisches Talent hauptsächlich von seinen Eltern mit in die Wiege bekommen. Seit dem 10. Altersjahr durfte er im Orchester der von seinem Vater gegründeten Schola Cantorum Wettingen Cello spielen, in welchem seine Mutter Konzertmeisterin war. Während seiner 8-jährigen Gymnasialzeit lernte er die Messen und Oratorien der Wiener Klassiker kennen, sei es als Sänger im Studentenchor, als Cellist im Studentenorchester oder als Aushilfsdirigent. Sein Vater, der Wettinger Arzt, Musiker und Mäzen Dr. med. Oskar Spörri schickte ihn schon während der Gymnasialzeit zu zahlreichen Musikpädagogen, bei denen er Unterricht in Harmonielehre, Kontrapunkt, Dirigiertechnik und Chorgesang erhielt. Bereits mit 19 Jahren übernahm er seinen ersten Kirchenchor. Daneben bildete er sich weiter an den Musikakademien von Zürich, Bregenz und Basel sowie an den Universitäten von Basel und Zürich. Die entscheidendsten Impulse vermittelte ihm der wohl bedeutendste schweizerische Chorpädagoge, Domkapell-meister Johannes Fuchs. Dieser stattete ihn mit dem nötigen Rüstzeug aus, sodass er bereits im Alter von 23 Jahren seine erste grosse musikalische Feuertaufe bestand, mit dem Requiem von W. A. Mozart, das er im Andenken an seinen früh verstorbenen Vater dirigierte.

Während seiner Tätigkeit als Primarlehrer dirigierte er zahlreiche Kinder-, Jugend- und Männerchöre, vor allem aber gemischte Chöre und Kirchenchöre. Während dieser Zeit komponierte er lateinische und deutsche Messen und Messgesänge, ein Requiem, Solo - und Chorlieder sowie Kammermusik. Anfang 2010 erschienen seine "Variationen zum DILIGAM TE DOMINE", für die ihm das Aargauer Kuratorium einen Unterstützungsbeitrag zugesprochen hat.

Zum Andenken an den Komponisten des Schweizerpsalms, des Wettinger Mönchs P. Alberik Zwyssig, führte er aus Anlass des 175. Geburtstages des Schöpfers unserer Landeshymne zahlreiche Konzerte durch und spielte eine Schallplatte ein, ausschliesslich mit Werken von P. A. Zwyssig, ein bis dahin einmaliges Unterfangen.

Das neueste Ergebnis seiner Bemühungen stellt die Rekonstruktion einer Messe dar, die zur Einweihung des Zwyssigdenkmals im Vorhof des Klosters Wettingen gedacht war, aber unvollendet blieb. Aus den Fragmenten, die die beiden Schweizer Komponisten Benno Ammann und J.B. Hilber zusammengetragen haben, schuf er die "Messe mit dem Schweizerpsalm".

Die Messe erlebte ihre erfolgreiche Uraufführung anlässlich des 150. Todestages von P. Alberik Zwyssig im Jahre 2004. Nach der grossartigen Erstaufführung vom Herbst 2006 im Kloster Wettingen ist sie als CD erschienen. Zahlreiche Chöre haben das Werk inzwischen ins Repertoire aufgenommen. Bis 2009 kam es zu über 150 Aufführungen der Messe. Der Trend dürfte auch in den folgenden Jahren anhalten, z.B. wenn 2010 "175 Jahre Diligam te domine" oder 2011 "50 Jahre Landeshymne" gefeiert werden. Da der Inhalt von Psalm 18(17) von zeitloser und universeller Bedeutung und Aussagekraft ist, ist es auch schon zu Aufführungen im Ausland gekommen.

Zu den Jubiläen "175 Jahre Diligam te Domine - 50 Jahre Landeshymne" hat er eine Ausstellung arrangiert, die am 1. August 2010 in Küsnacht ZH anlässlich eines oekumenischen Gottesdienstes eröffnet wurde und als Wanderausstellung an verschiedenen Orten der Schweiz Station machen wird (siehe Seite Aktuell). Interessenten melden sich bitte unter Kontakt.

Zum Abschluss der Jubiläumsjahre 2008/2010/2011 organisierte er mit Hilfe der Gönnervereinigung Widmer-Zwyssig und befreundeten Chören eine Reihe von Jubiläumskonzerten unter dem Motto "5 Konzerte zum 50. Geburtstag der Landeshymne".
Für 2012 stehen weitere Projekte an wie die Fortsetzung von Editionen im Umkreis von P. Alberik Zwyssig sowie einer CD, in Zusammenarbeit mit dem neugegründeten Vokalensemble von Erwin Heusser.


Kontakt

Besuchen Sie Hubert Spörris Bildergalerie mit zahlreichen Darstellungen von Dorf und Kloster Wettingen sowie Stichen, Wappentafeln und Chronikblättern.